Das Regularity-Rally-Glossar von A bis Z

Alle Fachbegriffe auf einen Blick

Die Welt der Regularity Rallys hat ihre eigene Sprache. Von Begriffen wie Sollzeit über Tripmeter bis zu den charmanten Roadbook-Symbolnamen wie Baumaffe – dieses Glossar erklärt alle wichtigen Fachbegriffe verständlich und alphabetisch sortiert. Die einzelnen Einträge findest du in unserer Glossar-Datenbank.

Dieses Glossar wird laufend erweitert. Vermisst du einen Begriff? Über das Kontaktformular kannst du uns Vorschläge senden.

Glossarbegriffe nach Anfangsbuchstabe filtern
  • Q
  • X
Sortierung
  • 0

    07er-Kennzeichen

    Rotes Wechselkennzeichen für Oldtimer in Deutschland: eine Nummer für mehrere historische Fahrzeuge, nutzbar nur für Veranstaltungen, An-/Abfahrten sowie Probe-, Überführungs- und Werkstattfahrten – kein Alltagsbetrieb.

  • A

    A-B-Aufgaben

    Orientierungsaufgaben, bei denen zwei Kartenpunkte A und B über die kürzeste erlaubte Verbindung zu verbinden sind.

    Aufschrieb

    Bei Bestzeit-Rallyes die selbst erstellten Streckennotizen, die das Team beim langsamen Vorab-Abfahren einer Wertungsprüfung sammelt. Der Beifahrer sagt sie während der Prüfung an – scherzhaft auch «Gebetbuch» genannt.

    Ausschreibung

    Das offizielle Regelwerk einer Oldtimer-Veranstaltung. Sie beschreibt Teilnahmebedingungen, Kontaktdaten, Nenngeld, Wertung, Siegerehrung und alle weiteren verbindlichen Vorgaben.

  • B

    Baumaffe

    Umgangssprachliche Bezeichnung für eine stumme Kontrolle: eine Buchstaben- oder Zahlenkombination, meist an Bäumen oder Laternen angebracht, die das Team in die Bordkarte einträgt.

    Beifahrer

    Zweites Teammitglied neben dem Fahrer; übernimmt Navigation, Zeitmessung und das Lesen des Roadbooks.

    Bol-pijl

    Ein niederländisch-belgisches Navigationssystem: An jeder Kreuzung zeigt ein Punkt («bol») die eigene Position, ein Pfeil («pijl») die einzuschlagende Richtung. Von links nach rechts zu lesen.

    Bordbuch

    Die Beschreibung der zu fahrenden Strecke mit Fahranweisungen und Entfernungsangaben, meist ergänzt um Übersichtskarten, Begleittexte und Team-Infos. International auch Roadbook genannt.

    Bordkarte

    Vom Veranstalter ausgegebene Kontrollkarte, auf der an den Kontrollen die Ankunfts- und Durchfahrtszeiten eingetragen oder abgestempelt werden.

  • C

    CAST

    US-Abkürzung für «Change Average Speed To» – die Anweisung in einer TSD-Rallye, ab diesem Punkt eine neue vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit zu fahren.

    Chinesenzeichen

    Roadbook-Symbol für eine unübersichtliche Kreuzung mit vielen Ästen.

    Chronometer

    Präzises Zeitmessgerät des Navigators zur Kontrolle von Soll- und Istzeiten während der Fahrt.

    Concours d'Élégance

    Eine Oldtimer-Ausstellung mit Bewertung und Prämierung, bei der Zustand, Originalität und Restaurierungsqualität der Fahrzeuge entscheiden.

    Correction factor

    Der Faktor, mit dem beim Odometer check die Distanzen des Rallymasters auf den eigenen Kilometerzähler umgerechnet werden – berechnet als «offizielle Distanz geteilt durch eigene».

  • D

    Distanz

    Genau vermessene Länge eines Streckenabschnitts – Grundlage für die Berechnung von Sollzeiten und Durchschnittsgeschwindigkeiten.

    Dokumentenabnahme

    Die Überprüfung von Fahrerlaubnis, Zulassungsbescheinigung und Versicherungsnachweis des angemeldeten Fahrzeugs vor dem Start. Erst danach wird die Startfreigabe erteilt. Auch Doku- oder Papierabnahme genannt.

    Durchfahrtskontrolle (DK)

    Kontrolle, an der nur die Durchfahrt per Stempel auf der Bordkarte bestätigt wird – Nachweis der Routentreue. Auch Stempelkontrolle genannt.

    Durchschnittsgeschwindigkeit

    Vom Veranstalter vorgegebene mittlere Geschwindigkeit, die über einen Abschnitt möglichst exakt einzuhalten ist.

  • E

    Elektronik-Klasse

    Wertungsklasse vor allem bei reinen Gleichmässigkeits-Rallyes, in der alle Arten von Wegstreckenzählern und Uhren im Fahrzeug erlaubt sind – auch digitale oder GPS-gestützte Hilfsmittel. Gegenstück zur Sanduhrklasse.

    Etappe

    Grösserer, in sich geschlossener Abschnitt einer Rally, meist ein Tagesabschnitt zwischen zwei Halte- oder Kontrollpunkten; international auch Leg genannt.

  • F

    Fahrerbesprechung

    Die Besprechung vor dem Start, in der die Fahrtleitung Ablauf, Besonderheiten und Sicherheitshinweise der Veranstaltung erläutert. Oft obligatorisch.

    Fahrerverbindungsmann

    Ein Funktionär, der zwischen der Fahrtleitung und den Teams vermittelt und die Teilnehmenden bei Fragen zu Regeln und Vorschriften berät. International als Competitor Relations Officer bekannt.

    Fahrtleitung

    Die für Streckenführung und Auswertung verantwortliche Leitung einer Veranstaltung. Sie entscheidet zusammen mit dem Veranstaltungsausschuss bei Streitfragen zu Wertungen und Strafen.

    FIA-Tafel

    Die genormten Tafeln an einer Kontrollstelle: die gelbe Tafel als Vorwarnung rund 20 Meter vorher, die rote Tafel am eigentlichen Kontrollpunkt.

    Fischgräte

    Orientierungsaufgabe, bei der eine Mittellinie mit seitlichen Strichen die vorbeiführenden Strassen einer Route vorgibt.

    FIVA

    Die Fédération Internationale des Véhicules Anciens, der 1966 gegründete weltweite Dachverband für historische Fahrzeuge. Sie schützt und fördert das fahrzeugtechnische Kulturgut und ist Partnerorganisation der UNESCO.

    FIVA ID-Card

    International standardisiertes Fahrzeugdokument der FIVA für historische Fahrzeuge ab 30 Jahren. Es hält Identität, technische Daten und Geschichte fest, wird nach einer Fahrzeuginspektion ausgestellt und gilt nur zur Identifikation.

  • G

    Geheime Zeitkontrolle

    Eine für die Teilnehmenden nicht angekündigte Zeitmessstelle. Sie erfasst unbemerkt die Durchfahrtszeit und deckt so Abweichungen von der vorgegebenen Sollzeit oder Durchschnittsgeschwindigkeit auf.

    Gimmick Rally

    Eine amerikanische Rallye-Art (auch GTA – Game, Tour, Adventure), bei der nicht Zeit und Schnitt zählen, sondern Rätsel, Schnitzeljagden oder Aufgaben entlang der Strecke.

    Gleichmässigkeits-Rallye

    Eine Veranstaltung, bei der möglichst gleichmässig gefahren wird. Gewertet werden die Abweichungen von der vorgegebenen Sollzeit und der zu fahrenden Durchschnittsgeschwindigkeit, meist über geheime Zeitkontrollen.

    Gleichmässigkeitsprüfung (GLP)

    Wertungsprüfung, bei der ein Abschnitt mit möglichst konstantem, vorgegebenem Schnitt zu fahren ist. Gewertet wird die Gleichmässigkeit – nicht das Treffen einer einzelnen Zielzeit wie bei der Zeit-/Sollzeitprüfung.

    Grid reference

    Eine Kartenkoordinate (Ordnance-Survey-Gitter) als Navigationsvorgabe in britischen Rallyes: Der Beifahrer plottet daraus den zu fahrenden Punkt bzw. Weg auf der Karte.

  • H

    H-Kennzeichen

    Das deutsche Oldtimer-Kennzeichen: Das «H» steht für historisch. Es erlaubt die uneingeschränkte Nutzung eines mindestens 30 Jahre alten, originalen Fahrzeugs zu einem pauschalen Steuersatz.

    Haltezone

    Markierter Bereich auf der Strecke, in dem das Fahrzeug anhalten oder warten muss – etwa vor einer Zeitkontrolle bis zur Sollzeit.

    Homologationsbescheinigung

    Ein Dokument, das die technischen Veränderungen eines Fahrzeugs gegenüber dem Serienmodell auflistet. Es dient der Zulassung zur Veranstaltung und ist meist bei Rennveranstaltungen nötig.

  • I

    Ingetekende lijn

    Ein Benelux-Navigationssystem: Auf der Karte ist die zu fahrende Route als durchgehende Linie eingezeichnet und muss möglichst exakt in Vorwärtsrichtung abgefahren werden.

  • J

    Jagdstart

    Verfolgungsstart: Startform bei Mehretappen-Veranstaltungen, bei der Startreihenfolge und -abstände dem Rückstand aus vorherigen Wertungen entsprechen – der Führende startet zuerst.

    Jogularity

    Eine britische Form der Gleichmässigkeitsprüfung: Statt Schnitttabellen erhält der Beifahrer eine Tabelle mit Landmarken, deren Distanz und der jeweiligen Soll-Ankunftszeit.

  • K

    Kontrollpunkt

    Festgelegter Ort auf der Strecke, an dem eine Kontrolle stattfindet – etwa eine Zeit-, Durchfahrts- oder Passierkontrolle.

  • L

    Lichtschranke

    Fotoelektronische Messeinrichtung, die beim Durchfahren die exakte Zeit auslöst – Standard bei der Zeitmessung von Wertungsprüfungen.

    Lichtschrankenprüfung

    Eine Gleichmässigkeitsprüfung mit lichtschrankengesteuerter Zeitmessung. Die Messung startet beim Passieren der ersten und endet an der zweiten Lichtschranke. Das Fahrzeug löst mit der Front auf Lichtschrankenhöhe aus.

  • M

    Marschroute

    Die vom Veranstalter vorgegebene Route, die das Team in der richtigen Reihenfolge und Richtung abfahren muss – festgehalten im Roadbook.

    Matching numbers

    Sammlerbegriff für ein Fahrzeug, dessen Hauptkomponenten (Motor, Getriebe, Achse, Rahmen) noch die originalen, zueinander und zu den Werksunterlagen passenden Nummern tragen – ein Indiz für Originalität, nicht für Identität.

    Maximalzeit

    Eine Strafzeit für nicht ordnungsgemäss absolvierte Wertungsprüfungen. Sie wird meist nach der Formel Bestzeit plus einer festen Zahl an Minuten berechnet.

    Minutenstart

    Ein Startverfahren, bei dem die Fahrzeuge nach Startnummern im Abstand von je einer Minute auf die Strecke geschickt werden.

  • N

    Negativkontrolle

    Das Gegenteil einer Durchfahrtskontrolle: eine Stelle, die als No-Go-Area gilt und nicht passiert werden darf. Wird sie angefahren, gibt es Strafpunkte.

    Nenngeld

    Die Teilnahmegebühr für eine Oldtimer-Veranstaltung. Welche Leistungen darin enthalten sind, regelt die jeweilige Ausschreibung.

    Nennung

    Der Antrag an den Veranstalter, an einer Veranstaltung teilzunehmen. Mit der Nennung – meist samt Nenngeld – bewirbt sich ein Team um einen Startplatz.

    Neutralisation

    Streckenabschnitt ohne Wertung, in dem die Zeitnahme ausgesetzt ist – etwa für Ortsdurchfahrten, Pausen oder zur Wiederherstellung des Startabstands.

  • O

    Odometer

    Der serienmässige Kilometerzähler eines Fahrzeugs und einfachste Form des Wegstreckenzählers. Für die Rallye-Navigation meist zu ungenau – dafür dient der präzisere Tripmeter.

    Odometer check

    Ein kurzer, vermessener Streckenabschnitt zu Beginn einer TSD-Rallye, an dem das Team seinen Kilometerzähler mit der offiziellen Distanz abgleicht (auch Odometer Calibration Run, OCR).

    Oldtimer

    Ein motorbetriebenes Fahrzeug, das 30 Jahre oder älter ist. Der Begriff entspricht dem historischen Fahrzeug der FIVA und grenzt sich vom jüngeren Youngtimer (20 bis 29 Jahre) ab.

    Oldtimerwandern

    Eine entspannte Veranstaltungsart, bei der Genuss und Erleben von Landschaft und Region im Vordergrund stehen. Ausser der Organisationszeit gibt es keine Zeitwertungen. Ideal für Einsteiger.

    Organisationsleitung

    Die hauptverantwortliche Leitung einer Veranstaltung, auch Veranstaltungsleitung genannt. Sie ist in der Regel die Ansprechperson für Behörden und andere wichtige Kontakte.

    Organisationszeit

    Die Zeit, innerhalb derer eine Kontrollstelle besetzt ist oder eine Veranstaltung läuft. Sie schliesst die Rüstzeiten für Auf- und Abbau durch die Streckenposten mit ein.

    Orientierungsfahrt

    Veranstaltungsform, bei der das Finden der richtigen Route nach kniffligen Roadbook-Vorgaben im Vordergrund steht – nicht die Geschwindigkeit (kurz: Ori).

  • P

    Papierabnahme

    Gebräuchliche Kurzform für die Dokumentenabnahme – die Überprüfung von Fahrerlaubnis, Zulassung und Versicherung vor dem Start.

    Passierkontrolle

    Kontrollpunkt, an dem nur die Durchfahrt bestätigt wird – Nachweis, dass das Team die vorgeschriebene Route befahren hat. Verwandt mit der Durchfahrtskontrolle.

    Plot and bash

    Britische Navigationsart, bei der der Beifahrer die erst am Start (oder unterwegs) ausgegebenen Streckenanweisungen während der Fahrt in die Karte einträgt und sofort losfährt.

    Pressostato

    Ein druckempfindlicher Schlauch quer auf der Fahrbahn, der bei italienischen Regolarità-Prüfungen das Überfahren durch die Vorderräder erfasst und die Zeitmessung auslöst. Alternative: Fotozelle.

  • R

    Rallye-Plate

    Ein Zusatzschild bei Rallyes und Ausfahrten, meist vorne angebracht. Es zeigt die Startnummer sowie oft Veranstaltungsname und Datum und ist ein beliebtes Souvenir.

    Rallymaster

    Im angloamerikanischen Rallyesport die Person, die die Rallye entwirft und ausarbeitet – Route, Schnittvorgaben (CAST), Pausen und Kontrollstellen. Entspricht etwa der Fahrtleitung.

    Referenzstrecke

    Eine festgelegte Strecke, die als Massstab für Zeit- und Geschwindigkeitsmessungen dient.

    Regrouping

    Das gezielte Zusammenführen des Teilnehmerfelds bei Rallyes, damit alle Fahrzeuge ohne grosse Verzögerung gemeinsam im Ziel ankommen.

    Regularity

    Das Grundprinzip der Disziplin: nicht Geschwindigkeit zählt, sondern Gleichmässigkeit und Präzision.

    Roadbook

    Die spiralgebundene Wegbeschreibung einer Rally aus schematischen Symbolen statt einer Landkarte.

  • S

    Sanduhr

    Roadbook-Symbol für eine Kehrtwendung um 180 Grad.

    Sanduhrklasse

    Wertungsklasse bei Oldtimer-Rallyes, in der ausschliesslich mechanische Mess- und Zeitgeräte erlaubt sind.

    Schlauchprüfung

    Eine Gleichmässigkeitsprüfung, deren Zeitmessung durch Überfahren von Druckluftschläuchen ausgelöst wird – ähnlich der Lichtschrankenprüfung, aber über die Räder.

    Schnitttabelle

    Tabelle, die für eine vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit zu jeder Distanz die zugehörige Sollzeit angibt – Hilfsmittel bei Gleichmässigkeitsprüfungen.

    Sollzeit (SZ)

    Die exakt vorgegebene Zeit, in der ein Streckenabschnitt zurückgelegt werden muss.

    Sollzeitprüfung

    Wertungsaufgabe, bei der ein Abschnitt genau in einer vorgegebenen Sollzeit zu fahren ist; gewertet wird die Abweichung (Abk. SZP). Wortgleich mit der Zeitprüfung (ZP). Anders als die GLP zählt die einzelne Zielzeit, nicht der konstante Schnitt.

    Sportwart

    Ein Funktionär, der die Sicherheit der Teilnehmenden und Besuchenden überwacht, Zeitmessungen koordiniert und für Regelkonformität sorgt – zuständig für einen Streckenabschnitt samt Streckenposten.

    Spot height

    Eine auf britischen Karten eingedruckte Höhenzahl an einem bestimmten Punkt. In Navigationsrallyes dient sie als präziser Wegpunkt, den der Beifahrer ansteuert und plottet.

    Startnummer

    Nummer, die jedem Team zugeteilt wird, am Fahrzeug sichtbar ist und die Startreihenfolge bestimmt; gestartet wird einzeln in festen Abständen.

    Stempelkontrolle (SK)

    Kontrollpunkt, an dem das Team einen Stempel auf der Bordkarte erhält, um die korrekte Streckenführung zu belegen.

    Sternfahrt

    Veranstaltungsform, bei der die Teilnehmer aus verschiedenen Richtungen starten und an einem gemeinsamen Ziel zusammentreffen.

    Strafpunkte

    Punkte, die ein Team für jede Abweichung von der Sollzeit erhält; das Team mit den wenigsten gewinnt.

    Streckenposten

    Die meist ehrenamtlichen Helfer, die eine Veranstaltung erst ermöglichen: Sie führen Prüfungen durch, weisen Fahrzeuge ein und sorgen für den reibungslosen Ablauf.

    Stumme Kontrollen

    Unbesetzte Kontrollen zur Überprüfung der gefahrenen Strecke: Zahlen- oder Buchstabenkombinationen oder Ortsschilder, die das Team der Reihe nach in die Bordkarte einträgt.

  • T

    Technische Abnahme

    Die Überprüfung des Fahrzeugs auf Fahrtauglichkeit sowie auf Entsprechung von Strassenverkehrsordnung und Veranstaltungsbedingungen.

    Trap

    In angloamerikanischen «Course»- oder «Trap»-Rallyes eine bewusst missverständlich formulierte Anweisung, die das Team von der korrekten Route weglocken soll.

    Tripmeter

    Präziser, nachrüstbarer Wegstreckenzähler auf der Beifahrerseite, deutlich genauer als der serienmässige Odometer. Im angloamerikanischen Raum auch Tripmaster genannt.

    TSD-Rallye

    Time-Speed-Distance-Rallye: Gleichmässigkeitsformat, bei dem aus Zeit, Geschwindigkeit und Distanz vorgegebene Schnitte exakt einzuhalten sind.

    Tulpe

    Das häufigste Roadbook-Symbol – ein schematisches Kreuzungsbild, das Anfahrt und Abbiegerichtung zeigt.

    Twelve-car rally

    Eine kurze, auf zwölf Fahrzeuge begrenzte britische Einsteiger-Navigationsrallye, meist abends unter der Woche, um die Belastung für Anwohner gering zu halten.

  • U

    Uhrensynchronisation

    Abgleich der Bord- und Stoppuhren des Teams mit der offiziellen Rally-Zeit vor dem Start, damit die eigene Zeitmessung exakt zur Veranstalterzeit passt.

  • V

    Verbindungsetappe

    Ein Abschnitt bei Bestzeit-Rallyes, der über öffentliche Strassen vom Start zur Wertungsprüfung oder zwischen zwei Prüfungen führt. Die Strassenverkehrsregeln gelten zwingend.

    Veteranenfahrzeug

    Der offizielle Schweizer Begriff für ein Fahrzeug, dessen erste Inverkehrsetzung über 30 Jahre zurückliegt. Der Status wird im Fahrzeugausweis eingetragen und bringt Zulassungsvorteile.

    Vorgabezeit

    Vom Veranstalter vorgegebene Zeit, in der ein Streckenabschnitt oder eine Aufgabe zu absolvieren ist – eng verwandt mit der Sollzeit.

    Vorkriegsfahrzeug

    Fahrzeug aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, meist bis Baujahr 1939. Der Begriff ist nicht offiziell definiert; die Zeitgrenze variiert je nach Quelle.

    Vorzeit

    Das Erreichen einer Zeitkontrolle vor der vorgegebenen Sollzeit. Ist «Vorzeit erlaubt», wird verfrühtes Eintreffen nicht mit Strafpunkten belegt – nur Verspätung zählt.

  • W

    Wanderpause

    Die Pause beim Oldtimerwandern. Während der Wanderpause können den Teilnehmenden kleine, oft lustige Aufgaben gestellt werden. Abkürzung WP – nicht mit der Wertungsprüfung verwechseln.

    Wechselschild

    Ein Schweizer Kontrollschild, das abwechselnd an mehreren Fahrzeugen verwendet wird – von denen jeweils nur eines fahren darf. Bei Veteranenfahrzeugen sind mehr als zwei möglich.

    Wegstreckenzähler

    Oberbegriff für jedes Gerät zur Distanzmessung im Fahrzeug – vom serienmässigen Odometer über den präziseren Tripmeter bis hin zu digitalen und GPS-gestützten Zählern. Er liefert die Grundlage für jede Distanzvorgabe.

    Wertungsprüfung (WP)

    Abgegrenzter Streckenabschnitt, in dem die Präzision des Teams gemessen wird (kurz: WP).

    Wildcard

    Eine von der Organisationsleitung vergebene «Freikarte»: Sie erlaubt eine kostenfreie Teilnahme oder den Start eines Fahrzeugs, das nicht der Ausschreibung entspricht.

  • Y

    Youngtimer

    Jüngeres Liebhaberfahrzeug, meist rund 20 bis 29 Jahre alt – jünger als ein Oldtimer. Die FIVA führt Youngtimer als Klasse Y.

  • Z

    Zeitkontrolle (ZK)

    Markierter Kontrollpunkt, an dem die Ankunftszeit eines Teams gegen die Sollzeit erfasst wird (kurz: ZK).

    Zeitprüfung (ZP)

    Wertungsabschnitt, auf dem eine einzelne vorgegebene Sollzeit möglichst exakt zu treffen ist (Abk. ZP); wortgleich mit der Sollzeitprüfung (SZP). Anders als bei der GLP zählt die Ziel-Sollzeit, nicht der konstant zu haltende Schnitt.

    Zero Car

    Vorausfahrendes Fahrzeug (Nr. 0, 00 oder 000), das die Strecke vor dem Teilnehmerfeld abfährt, ohne gewertet zu werden.

Neue Rallys. Besondere Empfehlungen. Relevante Updates.

Jetzt Newsletter abonnieren – Direkt ins Postfach: Rallys, News und Highlights.