Orientierungsfahrt
Veranstaltungsform, bei der das Finden der richtigen Route nach kniffligen Roadbook-Vorgaben im Vordergrund steht – nicht die Geschwindigkeit (kurz: Ori).
Die Orientierungsfahrt, kurz Ori, ist eine Veranstaltungsform des Oldtimer- und Breitensports, bei der nicht die Geschwindigkeit zählt, sondern das korrekte Finden und Abfahren einer vorgegebenen Route. Die Aufgabe besteht darin, aus oft bewusst kniffligen Vorgaben den richtigen Weg abzuleiten.
Die Navigationsaufgaben sind vielfältig: vom Lesen klassischer Roadbook-Symbole wie Chinesenzeichen über die Fischgräte bis zu A-B-Aufgaben und Kartenskizzen. Wer eine Vorgabe falsch interpretiert, fährt einen Umweg oder verpasst eine Pflichtdurchfahrt – das kostet am Ende Strafpunkte. Häufig sind unterwegs Schilder oder Kennzeichen zu notieren, mit denen die Veranstalter überprüfen, ob die richtige Strecke befahren wurde.
Die Orientierungsfahrt stellt damit andere Fähigkeiten in den Vordergrund als die Gleichmässigkeitsprüfung: gefragt sind ein guter Orientierungssinn, sauberes Kartenlesen und ein eingespieltes Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer. Viele Veranstaltungen kombinieren beide Welten und verbinden Ori-Aufgaben mit Gleichmässigkeits- oder Sollzeitprüfungen.
Glossar von A bis Z
Verwandte Begriffe
Fischgräte
Orientierungsaufgabe, bei der eine Mittellinie mit seitlichen Strichen die vorbeiführenden Strassen einer Route vorgibt.
Sternfahrt
Veranstaltungsform, bei der die Teilnehmer aus verschiedenen Richtungen starten und an einem gemeinsamen Ziel zusammentreffen.
TSD-Rallye
Time-Speed-Distance-Rallye: Gleichmässigkeitsformat, bei dem aus Zeit, Geschwindigkeit und Distanz vorgegebene Schnitte exakt einzuhalten sind.