GPS-Zeitmessung
Moderne Zeiterfassung per GPS-Box oder Transponder im Fahrzeug: Sie zeichnet Position und Zeit laufend auf und erlaubt Messpunkte ohne sichtbare Installation an der Strecke.
Bei der GPS-Zeitmessung wird im Fahrzeug eine kleine Box oder ein Transponder mitgeführt, der Position und Zeit laufend aufzeichnet. Passiert das Fahrzeug einen zuvor definierten Messpunkt, erfasst das System die Durchfahrtszeit automatisch – ganz ohne Lichtschranke oder Druckschlauch auf der Fahrbahn.
Für Gleichmässigkeitsrallyes ist das ein grosser Vorteil: Messpunkte lassen sich beliebig und unsichtbar setzen, sodass Teams auf der gesamten Strecke gleichmässig fahren müssen und nicht nur an erkennbaren Installationen. Auch die Auswertung wird einfacher, da die Daten digital vorliegen. Grosse internationale Veranstaltungen setzen zunehmend auf dieses Verfahren.
Kritisch gesehen wird, dass die Technik dem historischen Charakter widerspricht und die Genauigkeit von der Satellitenabdeckung abhängt – in Tunneln, Schluchten oder dichtem Wald kann sie leiden. Die klassische Zeitmessung per Lichtschranke, Schlauchprüfung oder Pressostato bleibt daher weit verbreitet, und in der Sanduhrklasse sind GPS-gestützte Hilfsmittel für die Teams ohnehin verboten.
Glossar von A bis Z
Verwandte Begriffe
Tripmeter
Präzises Zusatzinstrument zur Messung der gefahrenen Strecke – genauer als der serienmässige Kilometerzähler. Das Schlüsselwerkzeug des Beifahrers, oft Tripmaster genannt.
H-Kennzeichen
Amtliches Oldtimer-Kennzeichen mit «H» für Fahrzeuge ab 30 Jahren – uneingeschränkt alltagstauglich, pauschale Kfz-Steuer, freie Umweltzonen.
07er-Kennzeichen
Rotes Wechselkennzeichen für Oldtimer in Deutschland: eine Nummer für mehrere historische Fahrzeuge, nutzbar nur für Veranstaltungen, An-/Abfahrten sowie Probe-, Überführungs- und Werkstattfahrten – kein Alltagsbetrieb.