Roadbook lesen lernen
Roadbook lesen leicht gemacht: Vom ersten Symbol bis zur kompletten Etappe. Mit praktischen Übungen und Profi-Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Regularity Rallys teilen die teilnehmenden Fahrzeuge in Klassen ein – meist nach Baujahr, manchmal auch nach Hubraum oder Fahrzeugtyp. Diese Einteilung sorgt für faire Vergleiche und macht es möglich, dass ein Vorkriegsklassiker und ein Youngtimer am selben Event teilnehmen.
Die häufigste Einteilung erfolgt nach Epochen: Vorkriegsfahrzeuge, Klassiker der 1950er bis 1970er Jahre und Youngtimer ab den 1980ern. Jede Veranstaltung definiert ihre eigenen Grenzen, die in der Ausschreibung festgehalten sind.
Manche Rallys verlangen einen Nachweis der Originalität, etwa über einen FIVA-Pass. Dieser bescheinigt, dass ein Fahrzeug in einem historisch korrekten Zustand erhalten ist. Für viele lizenzfreie Einsteiger-Rallys ist das jedoch nicht erforderlich.
Die Einteilung in Klassen sorgt für Fairness. Ein Vorkriegsfahrzeug hat andere fahrdynamische Eigenschaften als ein Sportwagen der 1970er Jahre. Durch die Gruppierung treten vergleichbare Fahrzeuge gegeneinander an, und die Wertung wird gerechter. Gleichzeitig ermöglicht es die bunte Mischung verschiedener Epochen, die den besonderen Charme einer Oldtimer-Rally ausmacht.
Immer mehr Veranstaltungen öffnen sich für Youngtimer – Fahrzeuge der 1980er und 1990er Jahre, die langsam Klassikerstatus erreichen. Diese wachsende Kategorie senkt die Einstiegshürde, da entsprechende Fahrzeuge oft günstiger und alltagstauglicher sind. Einige Rallys bieten sogar offene Klassen für moderne Autos an, sodass wirklich jeder einen Einstieg findet.
Prüfe vor der Anmeldung genau, in welche Klasse dein Fahrzeug fällt und ob die Veranstaltung passende Kategorien anbietet. Die Ausschreibung gibt darüber Auskunft. Im Zweifel lohnt sich eine kurze Nachfrage beim Veranstalter – so vermeidest du Überraschungen bei der Dokumentenabnahme und startest in der richtigen Wertung.
Neben der reinen Fahrzeugklasse unterscheiden viele Rallys zusätzlich nach Erfahrungsgruppen – etwa Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten. Diese Trennung sorgt dafür, dass Neulinge nicht direkt gegen routinierte Profis antreten müssen. So bleibt der Wettbewerb auch für Einsteiger motivierend und fair. Achte bei der Anmeldung darauf, in welcher Gruppe du startest, und wähle im Zweifel die passende Einsteigerwertung.
Als international anerkannte Orientierung hat die FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) Fahrzeugklassen nach Baujahr definiert. Sie sind für Veranstalter völlig optional – jeder Organisator legt die zugelassenen Baujahre und die Klasseneinteilung seiner Veranstaltung selbst fest –, dienen aber vielen Rallys als gemeinsame Referenz.
Klasse A (Ancestor): Fahrzeuge gebaut bis 31. Dezember 1904.
Klasse B (Veteran): 1. Januar 1905 bis 31. Dezember 1918.
Klasse C (Vintage): 1919 bis 1930.
Klasse D (Post Vintage): 1931 bis 1945.
Klasse E (Post War): 1946 bis 1960.
Klasse F: 1961 bis 1970.
Klasse G: 1971 bis 1980.
Klasse H: 1981 bis 1990.
Klasse I: ab 1991 bis zur FIVA-Altersgrenze für historische Fahrzeuge.
Klasse Y (Youngtimer): Fahrzeuge zwischen 20 und 29 Jahren.
Die vollständige und jeweils aktuelle Übersicht findest du bei der FIVA Events Commission.
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