Anhang K
Das FIA-Reglement für den historischen Motorsport. Es legt Fahrzeugklassen und Zulassung fest – und erlaubt Gleichmässigkeitsrallyes mit einem Schnitt von höchstens 50 km/h.
Der Anhang K ist der Teil des Internationalen Sportgesetzes der FIA, der den historischen Motorsport regelt. Er bestimmt, welche Fahrzeuge als historisch gelten, teilt sie nach Bauperioden in Klassen (Perioden A bis J) ein und legt die technischen Anforderungen fest – Ziel ist, dass historische Fahrzeuge in ihrer Periodenspezifikation antreten und nicht durch moderne Technik verändert werden.
Für Gleichmässigkeitsrallyes ist der Anhang K besonders wichtig: Er erlaubt Organisatoren, die der FIA oder der FIVA angeschlossen sind, Gleichmässigkeitsrallyes zu veranstalten, deren Durchschnittsgeschwindigkeit die niedrigere der beiden folgenden Geschwindigkeiten nicht überschreitet – 50 km/h oder das national für Wettbewerbe zulässige Maximum. Diese 50-km/h-Grenze ist damit die international massgebliche Definitionsschwelle: Wer schneller fahren lässt, veranstaltet keine Regularity-Rallye mehr.
Fahrzeuge, die nach Anhang K an internationalen Wettbewerben teilnehmen, benötigen einen HTP (Historic Technical Passport). Für reine Gleichmässigkeitsrallyes genügt das einfachere Dokument HRCP. Ausgestellt werden beide von den nationalen Sportbehörden (ASN) nach FIA-Vorgaben. In Frankreich heisst der gewertete Gleichmässigkeitsabschnitt übrigens Zone de régularité (ZR).
Glossar von A bis Z
Verwandte Begriffe
HTP
Der Historic Technical Passport der FIA: das Fahrzeugdokument für internationale historische Wettbewerbe. Es bestätigt die Periodenspezifikation – aber ausdrücklich nicht die Echtheit oder Historie des Fahrzeugs.
HRCP
Der Historic Regularity Car Pass: ein einfaches Fahrzeug-Identitätsdokument auf FIA-Vorlage, das ausschliesslich für historische Gleichmässigkeitsrallyes verwendet wird.
VHRS
Französische Fahrzeugkategorie: Véhicules Historiques de Régularité Sportive – historische Fahrzeuge, die für Gleichmässigkeitsrallyes zugelassen sind.